Die Heimatfront
Gefangen und wieder entronnen
S’ wor in Frohnhausen anst em Krieg
der Henner der det Ortswach stih.
De Nocht dej wor recht niwelich
dem Henner worsch ganz kruselich.
Im Auer zwölf, em Metternocht
zwa Franzmänner, dej komme socht,
dej worn em Loger durchgegange
schnell hosese dow engefange.
Der Henner saht „Häi bleibt stieh,
asch will mol schnell zum Schulze gih.“
Der Schulze der wor schnell geweckt,
im Hurra gengs de Strohs zereck.
Der Henner, der greift schnell ins Dunkel
en hot de Nochtwächter on ach sejn Gombel.
Dej sahre dou ganz leis en trocke:
„Dej Franzmänner sei ausgebroche.“
Do stannese do werer ganz alla,
der Gombel harre Wonn am Bah.
Der saht „Jetzt sei dej ausgeresse,
on maich, maich hot der Hond gebesse!“
Ach, mant der Henner dow met glanem Arsch:
„Boiemaster, des hai es de grihst Blamasch,
härre mersche doch gleich metgenomme,
da wernse naut mi fortgekomme.“
E Orden hätt us da geschmoickt
wenn dej us net wärn ausgeroickt.
Ens Dillblot wern mer ach gekomme,
de Leut härre Kund vo us genomme.
Geschehen in Frohnhausen am 23.09.1941
Des Wachmann's Klage
(1960)
Es brauchte unsere Gemeinde
Wie's üblich ist in diesem Tal,
Zum Schutz der braven Bürgersleute,
Damit Nachts Ordnung überall,
Einen Mann der in der Nacht
Nicht schlummert, sondern wacht.
Denn es passiert ja oft einmal,
Daß hier - und da - und dorten
Mal einer aus der Rolle fällt,
Sogar in unsern Orten.
"Deswegen muß ein Mann herbei!" -
Beschloß dann der Gemeinderat -
"Der für dies Amt auch tauglich sei,
Der weder Furcht, noch Bange hat!"
Es fiel dann zu des Bürgers Schrecken
Auf einem Menschen gleich die Wahl
Den jeder kennt, zwar nicht als Recken,
Jedoch als Bauernideal.
Er zieht nun laufend froh und munter
Mit seinem braven Hunde,
Die Straße rauf - die Straße runter
Von elf, bis vier Uhr seine Runde.
Doch, eines Nachts da traf es sich:
Da kamen vom Zechgelage
Drei Boys, die schwankten ganz fürchterlich -
Vom Sockel, bis zur 3. Etage.
Der eine erblickte den Wachmann sogleich.
Er öffnet ängstlich seinen Mund
Und sagt zu dem andern schreckensbleich:
"Dert kimmt der ahl Modde mett seim Hoand!"
Als Unverzagt dann dies vernahm
Packt fester er den Stock.
Er rennt trotz Ischias mit Zahn
Und schlägt ihn aus dem Rock.
Die Jungens wehrten sich mit Macht.
Und - o Schreck, der Hund riß aus.
Der Otto wurde allein verknallt.
So kam das Treffen vor'n Staatsanwalt.
Andächtig er in den Gerichtssaal tritt,
Im Geiste schon freigesprochen. -
Doch, wie er da den Rechtsanwalt sieht,
erstarrt ihm das Mark in den Knochen!
Der Richter fragt,
Herr Unverzagt schwieg.
Der Richter fragt wieder,
Dann sprach er ein Stück.
Und Otto, der ganz froh und munter
In den Gerichtssaal war geschritten,
War Mittags mit den Nerven runter
Und konnte nur um ein's noch bitten:
"Herr Richter!" stottert er mit Zagen,
"Ich hab zu Haus doch Vieh im Stall!
Kann man die Sitzung nicht vertagen,
Damit ich es jetzt füttern kann?"
Doch sowas rührt den Richter nicht,
Er nahm es hin als Scherz.
Und blass wird Ottos stolz Gesicht
Und Angst umhüllt sein mutig Herz.
So harrt er aus bis etwa drei,
Gespannt auf des Gesetzes Maß.
Und sieh, man sprach die Jungen frei,
Weil er schon öfter sich vergaß.
In der Heimat angekommen
rennt er zu unserm Bürgermeister,
Erzählt ihm furchtbar mitgenommen,
Von des Gerichtes bösen Geistern:
"Boajemoaster, lauster nur
Woas dieser Rechtsanwalt doah saht,
Der Donnerhoand hoat mich gefuchst,
Asch wollt, önn hoaltes Laad.
Onn dieser Donnerhoand ging vill ze weit
Mett seim doamm Gebabbel.
Asch hätt öh Rönd zu Tode geschleift,
Der Mensch hoatt doch önn Rabbel!
Hätt Önn Joang mett öm Beil geschloah,
Döss öss doch glatt zoam lache. -
Noaw jach, woas soll mer doazoaw sah?
Mett Bauern koann s'es mache!"
Von der Geschichte die Morale:
"Ein Wachmann wird dir sehr zur Quale
Wenn du nachts beim Mondenlicht,
Mit rohen Kräften ihn anfichst.
Die Urlaubsreise
(1963)
Goar mancher mächt off seine Weise
Ihm Soammer, wenn de Soann mo lacht,
E woannerschiene Urlaabsreise
Per Eilgut, Stückgut onn als Fracht.
Onn manche, dej vill Zaster hoa
Doah schnell noahm Händler laafe
Emm koarz vier der Erholungszeit
E Audo sich ze kaafe.
Dej Kutsch, dej wörd da vollgepackt
Mett Koaffern, Daicke, Eßgeschörr,
Petroljumskocher, Ausgieh-Jack,
Noahle onn emm Röllche Zwörn.
Rei viers Kochgeschörr ze spoiln,
Nivea vier de Haut,
10 Liter Sprit zoam noahzefülln,
E Staadebbe viersch Sauerkraut.
Öss endlich dah der Karrn topfit,
Dej Ehlwann repariert met Kitt,
Dej Zündkerz voh ährm Roaws befreit
Dah örres endlich ball su weit.
E Herz voll Vorfreud, goawre Laune,
Ihm Geist schunn aaner voh den Braune,
Dej dösend zwische Sand onn Staa,
Leije oh der Adria.
Doch, lange dauert nött die Freud!
Mörr woar noch goarnet allzeweit,
Der Karrn bleibt stieh onn saht kaan Ton,
Schweigt, wej önn Schrank vohm Grammephon.
Oan Satz eraus, dej Haube off,
De Schloag off de Zylinder droaff.
Dej Zündkerz raus, öh naue renn,
Schnell Gas onn Düse noch noahstenn.
Doch der Modor woar ganz iehtakt.
Nur, hat dej Brems nött ausgehakt.
Dej woawwer schnell noch luhsgemacht
Onn weirer ging dej welle Jacht.
Dej Strecke bis noah Owerbayern
Däht mer aach noch schnell robbleiern.
Doch etwoas viehr der Lannesgrenze,
Doah goabs schunn wörrer Differenze.
Viehr schwerer Last onn weller Jacht,
Woar der Koafferraum gekracht.
Des Rei, des rieselt iehs Getriewe
Onns Krautdebbe woarr längst zerstiewe.
Wu ierschd des rechte Hönnerroad,
Doah hat önn Krobbe sich gedroaht.
Su hatt mer oaff e seltsam Oahrt,
E schlauchlos, eisern Hönnerroad.
Dej Koaffer koan mer nött erblicke,
Ieh München oaff der Isarbröcke.
Dej hat ö oarme Flüchtlingsfraa
Längst hoam, noah iehren Könn gedraht.
Su loag fast alles außerm Geld
Verstraaht ieh Bayerns Alwewelt.
Voh München bis oahn Königsee
Nur Schörweln, Brocke onn Gedeeh.
Dej Erholung woar zwoar hin.
Owwer dennoch hat dej Raas en Sinn,
Merr däht doaw gleich oahm negsde Morje,
Den Hausroad wörrer nau besorje.
Haamwärts ging dej Foahrt per Zuuch.
Vohm Audofoahrn hat mörr genuuch.
Den Urlaab däht mörr doaw beschlejse
Dehoam, met Groas onn Blummegejse.
Die Fernsehreklame
(1961)
Des Fernseh öss önn Gejestand
Merr hoats schunn oft gehurt,
Der ziemlisch ville Freunde fand -
Sugoar de Krone-Kurt.
Onn neulich saß asch aach emoal
Vier su er Flimmerkest
Onn staunte, Herrschaft-Zeit-nochmoal,
Su öwwern Werwemöst.
Doa koams, e Maadsche wonnerschieh,
Des soag mer Hand ih Hand
Mett seim Freund spazejern gieh,
Ganz nah oahm Waldesrand.
Onn sejste net, se bleiwen stieh,
Der Jong greift ieh sein Sack
Onn bringt ohn Doag, guck doah - wej schieh:
Enn Zigarettepack.
Döss koan der Kurt groad noch ertraa.
Woas dow koam worr wink faul:
Des Maadche greift önn Glimmstengel,
Schwupp - kimmt ö renn iehs Maul.
Wej döss mein Newemann doaw sejt,
Asch glaabt, der fresst masch off;
Dow reißt der sei Rewolwerschnauz
Wej ö Gebirgsschlucht off:
"Dauw Tier, dauw mußt auch groad noch raache!"
Su blärrt der Richtung Scheib,
"Dauw hast doch nicht mal Platz für Schmerze,
Ins deim dürre Leib!"
Gase
Wenn einen mal die Muse küßt
Greift er zum Instrumente.
Er übt und klimpert bis es glückt,
Sein forto und andante.
So gibt es auch in unser'n Kreisen
Fünf mus'geküßte Knaben,
Die mit Zithern, Klampfen, Geigen,
Zur MPG sich trafen.
Seither erklingt bis Freitags spät
Von Nachbars Stubenfenster,
Ein Gezirpe das sich bläht,
zu meines Bettes Rändern.
Sie tragen Opern, Arien vor
Und singen meist sehr laut dazu
Im Männer- und gemischten Chor -
So kommt man nicht zu seiner Ruh'!
Doch wenn man später dann erfährt,
Was heimwärts sie noch reden
So ist man oftmals sehr empört
Und manchmal möcht' man stöhnen
So sagte neulich Schwager Willi:
"Genossen, könnt ihr mir verraten,
Ein schmackhaft, radikales Mittel,
Verdauungstörungen zu jagen?
Ich habe da ein Büchlein klein.
Drin steht in kurzen Sätzen,
Daß in dem Menschen Gase sein,
Die Nahrung zu zersetzen.
Auch komme ein Bakterienflor
Zu diesem wicht'gen Vorgang
In dem Organismus vor,
Damit die Speise raus kann.
Zwar kommt es öfter auch schon vor,
Daß sich die Gase stauen.
Sie können dann durch's Hintertor
Nicht in den Wind abhauen.
So steht im Buch auf Seite acht,
Wie man dem Stau'n ein Ende macht.
Man führe in den After ein,
Zur Sicherheit ein Röhrelein.
Es können dann die falschen Gase,
Die quälend in dem Magen saßen,
Durch des Röhrchens kleine Öse -
Entweichen, in des Weltalls Größe!"
Zum Gruß Herr Pfarrer
(1977)
Mei Noachber, fast zwaa Meter gruhs,
Ging noahm Friseur, woar doa woas luhs.
Oahn Stoawl noch fonn'r ih dr Ecke,
Doah dehre sich doaw nörrerhocke.
Mör glaabte groad, daß ih dr Tat,
Oahn doag ihm Joahr der offe hat.
Dej halb Frohnhäuser Mennerwelt
Hat sich beim Erich iehgestellt.
Suh saß er schunn zwaa Stonne doah
Onn koam doch immer noch net droah.
Doaw schritt durch dej iehgangsdiehr,
Enn zimmlisch klaaner Mann herfier.
Mei Noachber, der off Oastand hält,
Woar sofort ieh de Hieh geschnellt,
Onn däht doaw zoaw dem Neuling schwätze:
"Komm, Klaaner, hej, dau kannst dich setze!"
Dankboar setzt sich dow der Kunde,
Schmunzelnd ieh dej Mennerrunde.
Harrt aus, daß mörr wej sichs gehiert,
Ehm fachmännisch de Kopp frisiert.
Mei Noachber, noach getanem Werk,
Gieht hoamwärts off de Schillerberg. -
Ohm nächste Morje freht mörn dann,
Ob er den Klaa da nött gekannt.
Mörr wär erstaunt, daß er schunn heut,
Per Dau wär mett dr Geistlichkeit.
Woas hej bei ojs seit dausend Joahr,
Doch sicher niemoals Muhre woar.
Erstaunt doadroff däht der doaw saa:
"Wer woar da now der Mann, der klaa?"
"Ei!" klärt mörrn off - "Dau bößt e Dejer,
Der Klaa - döss öss ojs nauer Perner!"
Lagerleben
Jungscharzeltlager Anf. d. 60er Jahre in Rödgen/Siegen
Was bei uns, in unserm Lager
Alles so herum geschieht,
Ach, man könnt' es gar nicht glauben,
Wenn man es so hört und sieht.
Unser Wilhelm nennt sich Leiter,
Ist bei allen gut bekannt,
Doch beim kochen ist ihm leider,
Mal die Suppe angebrannt.
Mit 'nem Bart so rot wie Backstein,
Steht er ganz verwildert hier,
Sähe ihn der Fidel Castro,
Würd' er gleich ein Offizier.
In der einen Hand das Blitzlicht,
In der andern die Maschin',
Tigert unser Strackbeins Rölfchen
Durch das ganze Lager hin.
Niemand kann sich vor ihm retten,
Wenn er durch das Lager schleicht
Ja, sogar nachts in den Betten,
Hat er manche aufgescheucht.
Und der Schrecken uns'rer Küche,
Das ist Müllers Hans sein Sohn.
Fängt er einmal an zu essen,
Schlägt er ein wie ein Phantom.
Und nach wenigen Minuten
Ist das Brot wie weggeweht.
Ja, da merkt man wieder richtig,
Daß ein Mann dahintersteht.
Hinter unser Küchenfeuer
Steht ein wohlbeleibter Mann,
Dem man schon von weitem ansieht,
Daß er Suppe würzen kann.
In der einen Hand den Salzpott
Kinder, seht nur wie famos,
Stürzt er wie ein Kannibale
Auf das Suppentöpfchen los.
Seht, wer schleicht dort um die Ecke,
Würdig, wie ein General?
Ei, das ist doch unser Botze
Mit dem zahmen Hannibal!
Doch wir raten Euch zur Vorsicht
Vor dem wilden Flohdompteur.
Wenn der Hannibal ihm durchgeht,
Ja, dann Hamm wir das Malheur.
Doch der wichtigste im Lager,
Der das Geld in Händen hält,
Das ist unser Horstchen Waldschmidt,
Der es täglich zehnmal zählt.
Und will einer mal was haben
Zieht er gleich die Stirne kraus
Und mit widerwill'gem Zagen,
Rückt ers pfennigweise raus.
Das kann nur bei uns geschehen
Das ist doch wohl allen klar?
Hätt ich's selber nicht gesehen,
Würd' ich sagen 's ist nicht wahr.
Westfalenland, du dauerst mich
(1995)
Es gab in unserm weiten Land
Sehr viele Stämme, wie bekannt.
Die einstmals hier und da und dort,
Ein jeder saß an seinem Ort.
Durch Ärger mit der Weiblichkeit -
Den gab es schon zu jener Zeit -
Gar mancher Mann schmiß alles hin,
Bis auf die Keule - und er ging.
Und sucht in einer fremden Welt,
Ein neues Weib, das ihm gefällt.
Auch durch Kriege, wie ihr wißt,
Wurden Völker stark vermischt.
So ist vom Bayernland bekannt,
Wo Hannibal sich einst befand,
Daß dieser dort dann siedeln ließ,
Was kränklich an Geschlecht und Füß’.
Noch heute merkt, wer dorthin fährt,
Daß diese Dinge sich vererbt.
Drum fühlt ein echter Bayernsohn
Sich nur im Wildgehege wohl.
Und nur ein Zweig von dieser Rasse,
Besitzt noch heut’ gewisse Klasse.
Es ist der Sproß mit Kopf und Eiern,
Der Mander-, Nanzen-, Wissenbayer.
Nicht überall hat die Natur
So Gutes wie mit diesen vor.
Denn diesem Stamme kam zu gut,
Das hier vorhand’ne Keltenblut.
Betrachten wir die Nachbarreiche,
Zum Beispiel jenseits der Kalteiche,
So treffen wir an vielen Orten,
Die Nachfahr’n von Vandal’n und Potten.
Vom Siegerländer weiß man doch,
Daß er meist nicht klar im Kopf.
Drum macht der Hesse ungelogen,
Um’s Siegerland ‘nen großen Bogen.
Weiter nördlich in Westfalen,
Wo Armin Varus einst geschlagen
Hat, so meint die Wissenschaft,
Das Siegenische Fuß gefaßt.
Von Germanen und Kultur,
Fehlt heute dort fast jede Spur.
So, daß selbst ein Bad von Welt,
Geistig-kulturell verfällt.
Ein Reisebüro bietet dann,
Im Salzbad Uflen auch noch an:
3 Tage Siegen, hört, wie stark,
Mit Halbpension - vierhundert Mark!
Die gleiche Zeit am Nordseestrand,
Oder auch im Alpenland,
Kann man, ohne lang zu suchen,
Für hundert Märker minus buchen.
Mit Recht fragt sich dann der Tourist,
Warum grad Siegen teuer ist.
Wo doch dieses Sieg-Revier,
Dem Lipperland liegt vor der Tür.
Die Lösung liegt auch ebenda,
Wie’s meistens ist, verdächtig nah.
Nicht alles was die Fahrt enthält,
Ist optisch klar auch dargestellt.
Der Reisefreund zahlt gerne drauf,
Klärt über Service man ihn auf.
Der, wie’s oftmals üblich ist,
Im Reisepreis enthalten ist.
Erwähnt sei nur die Attraktion -
Sicher ahnt ihr diese schon,
Jeder darf von Bergeshöh’n,
Auch einmal nach Hessen seh’n.
So ist denn dieser Augenblick,
Des Feriengastes höchstes Glück.
Zum ersten mal in seinem Leben,
Blickt er auf superkluge Wesen.
Schaut er in’s Siegerland zurück,
Geht dort alles sehr gebückt.
Und als Sprache hat man dort
Nur Grunzlaute, kein klares Wort.
Wie anders ist der Hesse da.
Er ist ein clever Bürschchen, ja.
Das Hirn gestopft voll grauer Zellen,
Die manchmal schon fast überquellen.
Und nicht nur am hellen Tag
Ist dieses Hirn bereit und wach.
Nein, die Gedanken sind am zünden,
Täglich 24 Stunden.
Der Homo-Siegiens gleich entschläft,
Wenn er dreimal grade steht.
Es lebte einst, wie heut’ der Siegi,
Der Ur-Urahn vom Bergmann Ötzi.
Wie hat doch zur Sieg’ner Brut,
Der kluge Hesse es so gut.
Und ist der Mensch der Schöpfung Krone,
Dann nur der Hesse, zweifelsohne!
Und dies erkennt man schon daran,
Daß er noch abends denken kann
Und einem abendlich Gelage,
Dann klärend folgt die Kostenfrage.
Wie gut ist es doch wenn man weiß,
Nachdem man königlich gespeist,
Daß einer, der auch gerne ißt,
Zur Kur weilt und dort hungern muß.
Hier liegt doch deutlich auf der Hand,
Ihm wird sie einfach zugesandt,
Die Rechnung, die zu zahlen ist,
Er spart ja viel, durch die Diät.
Dieses Denken um Profit,
Hat nun mal der Sieg’ner nit.
Drum danken wir dem Zeitgeschehen,
Daß wir diesseits von den Höhen.

