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Sonntag, 20.05.2012 00:13

Wappen von Frohnhausen

wird derzeit digital überarbeitet
Frohnhäuser Wappen
Obere Fläche GRÜN (Flur - Ackerbau
Querbalken WEISS (Fachwerk)
Untere Fläche ROT (Eisenstein - Bergbau)

Herkunft

Entworfen von dem Frohnhäuser Kunstmaler Fritz Sauer, Lindenstraße 4A
©Copyright des Frohnhäuser Wappen by Fritz Sauer Nachf.

Obere Fläche:

Darstellung eines Pfluges, wie er in der nachgewiesenen Gründerzeit der Siedlung Frohnhausen Verwendung fand und noch vor 150 Jahren eingesetzt wurde.  Die Konstruktion war in Holz ausgeführt, die Schar jedoch schon im Mittelalter mit Eisen beschlagen. Das senkrechte Messer, als "Sech" bezeichnet, schnitt die Schollen, und das Streichbrett aus Holz legte diese Erdschollen um. Die Definition "Frohn" im Ortsnamen gibt einen Anhaltspunkt über eine besonders drastische Form von Leibeigenschaft aus der Frühzeit der Siedlung unter Hinweis auf die Grafen vom Hunsbach und deren Untertanen. Der Pflug soll eine Kausalität zu dieser Epoche als Werkzeig der Frohn herstellen.

Querbalken:

In den Querbalken ist die Struktur des Fachwerkes des früheren Rathauses und zwar des ersten Stockes andeutungsweise eingearbeitet. Dieses entstand nach dem großen Brand 1778 im Jahre 1780 als neues "Gemeinde-, Schul-, Back-, Spritzen- und Leiterhaus". Anfang der 60er Jahre musste der Fachwerkbau einem neuen Rathaus in massiver Bauweise weichen.

Untere Fläche:

Das Symbol des Bergmanns soll an eine lange Periode erinnern, in der man Frohnhausen als "Bergmannsdorf" bezeichnete. Neben dem Erwerb einer kleinen Landwirtschaft verließen die Männer schon um 4 Uhr früh ihre Häuser, um zu Fuß den beschwerlichen steilen Bergmannspfad zu ersteigen und nach Überquerung des Nanzenbach- und des Eibachtales gegen 6 Uhr die Grube Nikolausstollen und andere zu erreichen. Ein wahrhaft schweres Los, wobei anzufügen wäre, das ab 1898 die Eisenbahn, der so genannte "Bergmannszug" benutzt werden konnte.

Quelle:

Beschreibung des Frohnhäuser Wappens auf einem undatierten Blatt von Fritz Sauer. Zur Verfügung gestellt von Hans Sauer, Varel. Die Besprechung zum Entwurf des Wappens fand in den 80er Jahren im Hause Sauer in der Lindenstraße mit Bürgermeister Beermann und Lehrer Waldemar Hain statt. Hanna Sauer bewirtete die Gäste mit Kaffee und Kuchen.