Die alte Gaueinteilung / Die Marken

Unser Raum: Das Gebiet der oberen Dill mit den dazugehörigen Nebenbächen.

Politisch gesehen: Der ehemalige Dillkreis mit dem Hickengrund und Freien Grund; das Amt Driedorf ist erst 1557 endgültig zu Dillenburg gekommen. Es sind also im wesentlichen die früheren Ämter Dillenburg, Herborn, Tringenstein, Haiger, Ebersbach und Burbach. Dieser Raum wurde in geschichtlicher Zeit, vor allem in der Hauptrichtung von der Lahn her und dann die Dill aufwärts, schließlich deren Seitentäler folgend, besiedelt. Zwei weitere Siedlungsbewegungen treffen nunmehr die Peripherie unseres Gebietes, ganz der Landschaftsform entsprechend: vom Westen her strebt die eine Bewegung siegaufwärts; die andere schreitet von der oberen Lahn her der Perf nach. Ihr gehört unsere Frühsiedlung Mandeln an. Ungefähr abgegrenzt werden diese Siedlungsräume durch Gebirgszüge mit Wasserscheiden, die Ränder sind uns bekannte umfangreiche Waldgebiete. Es sind für unseren Hauptsiedlungsraum: Westerwald, Kalteiche, Waldgebiet der oberen Dietzhölze, Schelderwald. Die Ränder werden verhältnismäßig spät besiedelt und sind wieder die Gebiete zahlreicher späterer Wüstungen. Auch über die Gebirgszüge hinweg lassen sich deutliche Siedlungseinflüsse von jenseits derselben, besonders aus dem Hessenland herüber, erkennen. Im O und NO deuten die zahlreichen Ortschaften insbesondere auf …hausen, mit offenbar bewußt gegebenen Namen sehr auf systematische Kolonisation hin, zum guten Teil wohl grundherrliche Siedlungen, Einzelhöfe, erst später zu Dörfern anwachsend; ähnlich so eine Reihe von …dorf-Orten. „Die alte Gaueinteilung / Die Marken“ weiterlesen